Positiver Erfahrungsbericht eines Lauterbacher Kunden


Gut bedient in Lauterbach!

Es war am Mittwoch, gestern. In der Mittagszeit erreichte mich über mein Festnetztelefon ein Anruf. Am anderen Ende der Leitung eine freundliche Frauenstimme aus der Hirsch-Apotheke, die mir ausrichten ließ, mein digitaler Corona-Impfungscode läge bei ihnen zur Abholung bereit. „Das ging aber schnell“, schoss es mir durch den Kopf, denn meine Zweitimpfung im Alsfelder Impfzentrum lag gerade erst eine Woche zurück. Seitdem hatte ich nichts weiter unternommen: weder stand ein Urlaub an noch gedachte ich zu Konzerten oder Events aufzubrechen. Also würde der Digitalcode für mich gerne noch Zeit haben.

Und nun also dieser unerwartete Anruf. Wieso die Apotheke und wieso ich? Nun gut, beruhigte ich mich, da mahlen die bürokratischen Mühlen im Hintergrund eben mal besonders schnell. Nein, mitbringen brauche ich weiter nichts, einfach kommen solle ich, ließ die Stimme noch verlauten.

Meine Frau, im Hintergrund zuhörend und bereits seit 6 Wochen zweitgeimpft, runzelte leicht die Stirn: „Und von mir haben die nichts gesagt“?. „Nein, nichts“, bestätigte ich ihr, versprach jedoch, danach zu fragen, wenn ich zur Hirsch-Apotheke gehen würde.

Am späten gestrigen Nachmittag, gegen halb 6 Uhr, fand ich mich dort ein und wurde von einer freundlichen Angestellten begrüßt, der gegenüber ich mich auf den mittäglichen Anruf bezog. Um etwaigem Namenskuddelmuddel vorzubeugen, legte ich noch meinen „Perso“ mit auf die Theke. Da ich Apotheken eigentlich eher selten aufsuchen muss, wusste ich nicht, wie bekannt ich dort war. Es hatte den Anschein, dass mein freundliches Gegenüber wusste, wovon ich sprach, denn die Verkäuferin begab sich sogleich ins Backoffice, um die Unterlagen zu holen. Ich stand nun also da und wartete. Es dauerte. Nach einer Weile dann kamen sie zu zweit zurück, starteten den Computer nebenan, suchten anscheinend irgendetwas. Zwischendurch wurde mir die Frage gestellt, ob es nicht eventuell um ein Coronatestergebnis ginge. Nein, wegen meiner Impfung sei ich angerufen worden, versicherte ich glaubhaft. Eine weitere Pause entstand. Ich übte mich weiter in Geduld, sah ich doch, wie emsig sich mittlerweile 4 Leute einschließlich Chef um mein Anliegen kümmerten. Welche Telefonnummer ich denn hätte, wurde ich noch gefragt. Ich nannte eine, fügte aber hinzu, dass ich mehrere hätte, die mir nicht alle geläufig seien.

Herr Molitor merkte an, nichts für ungut, aber so recht wüsste nichts von diesem Anruf bei mir. Erste Fragezeichen in meinen Augen! Ich betonte nochmals, wie unerwartet es für mich war, so rasch in den Genuss einer frohe Botschaft aus einer Apotheke zu kommen, zumal ich ja gerade erst in der Vorwoche im Impfzentrum zweitgeimpft worden war. Da habe sich die Bürokratie offenbar selbst übertroffen und -auf welchen Wegen auch immer – aus eigenem Ermessen obendrein noch eine von mir geschätzte Apotheke mit ins Boot geholt, um mein (doch eigentlich noch schlummerndes) Anliegen auf direktestem Wege on top zu setzen. Und zwar für mich, statt für meine Frau, die eigentlich eher dran wäre.

Daraufhin kam die vorsichtige Mutmaßung meines Gegenüber, denkbar könnte es auch sein, dass eine Verwechslung vorliege. Kaum vorstellbar, entgegnete ich standhaft, dem inzwischen selber erste Zweifel aufgestiegen waren. Denn in der Tat, wie kann die Hirsch-Apotheke ins Spiel kommen, ohne jegliches Zutun meinerseits? Ich versicherte, selber in meinem Falle rein gar nichts unternommen zu haben, da ja keine Eile vonnöten war. Zum guten Schluss kamen wir schmunzelnd überein: Irgendetwas Mysteriöses war wohl „dumm gelaufen“.

Und dann trat etwas ein, was wirklich lobenswert ist. Herr Molitor wollte mich nun nicht unverrichteter Dinge heimgehen lassen. Ob ich denn eine Unterlage dabei hätte, die meine Impfung bestätige, fragte er mich.  Ich nickte und verwies auf mein Handy, auf dem ich ein Foto meiner Impfbescheinigung hinterlegt hatte. Umgehend machte sich Herr Molitor daran, diese Impfangaben von meinem Smartphone händisch in seinen Computer zu übertragen, um mir zum guten Schluss mein Zertifikat ausgedruckt zusammen mit einem Sorry in die Hand zu drücken.

Ich bedankte mich ausdrücklich und ging zufrieden nach Hause.

Ich weiß um den Stress, den Apotheken in diesen Tagen mit Impfbescheinigungen und ungeduldigen Zeitgenoss*innen erleben und habe daher die Art und Weise, wie man sich in der Hirsch-Apotheke um mein Anliegen kümmerte – so kurz vor Schluss eines stressigen Arbeitstages – als sehr wohltuend wahrgenommen. Klar, dass Apotheken dafür 18 € vom Staat kriegen. Aber das soll die in meinem Fall erbrachte Extra-Handreichung nicht schmälern. Mir wurde ein guter Service zuteil, wie ihn der stationäre Einzelhandel für seine Kunden zu erbringen in der Lage ist. Eine kleine Geste der Wiedergutmachung, in Anbetracht des Weges, den ich anderenfalls in der Hitze umsonst gemacht hätte.

Ich habe mir vorgenommen, in diesen Zeiten so oft wie möglich die einheimische Wirtschaft – unseren Lauterbacher Einzelhandel – in Anspruch zu nehmen.

Ein Lob der Hirsch-Apotheke und dem Team von Herrn Molitor. Man kann sich nur wünschen, so bedient zu werden. Ob ich im Online-Shop ähnliche Erfahrungen machen würde, steht dahin.

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