Gemeinsam Barrieren erkennen, abbauen und neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben gewinnen: Unter diesem Leitgedanken stand die Tagesfahrt nach Frankfurt am Main, an der kürzlich rund 40 Menschen des Arbeitskreises „Teilhabe in Herbstein“ teilnahmen.
Die inklusive Reisegemeinschaft aus den Einrichtungen Kompass Leben e.V., Leben am Weinberg sowie der Gemeinschaft Altenschlirf folgte einer Einladung des VdK Ortsverbands Herbstein zur Erlebnisausstellung „Hallo Freiheit! Zusammen über Barrieren“, die sich intensiv mit dem Thema barrierefreies Wohnen und gesellschaftliche Teilhabe beschäftigte.
Bereits in den frühen Morgenstunden startete die Gruppe, bestens versorgt mit Lunchpaketen, im Busunternehmen Philippi Richtung Frankfurt. Vor Ort wurde die Reisegruppe aufgrund ihrer Größe aufgeteilt: Während eine Gruppe die Ausstellung besuchte, erkundete die andere bei bestem Wetter die Frankfurter Alt- und Innenstadt. Zu den kulturellen Höhepunkten gehörten der Römer sowie der Frankfurter Dom.
Besonders wertvoll war für die Teilnehmenden der Besuch der interaktiven Ausstellung. „Hallo Freiheit!“ vermittelte Menschen mit Beeinträchtigung vor allem drei wesentliche praktische Impulse für ihren Alltag: konkrete Möglichkeiten zur barrierefreien Gestaltung des eigenen Wohnumfeldes, den gezielten Einsatz moderner Hilfsmittel zur Förderung von Selbstständigkeit sowie hilfreiche Informationen über Unterstützungsangebote und Beratungsstellen. Die Ausstellung gab damit nicht nur wichtige Orientierung, sondern auch Mut, persönliche Lebensräume aktiver und unabhängiger zu gestalten.
„Solche gemeinsamen Erlebnisse stärken nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern eröffnen unseren Klientinnen und Klienten auch wichtige neue Perspektiven für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung“, betont Kompass Leben e.V.
Die durchweg positive Stimmung aller Beteiligten sowie die vielen gewonnenen Eindrücke führten bereits während der Rückreise zu ersten Überlegungen für eine Neuauflage im kommenden Jahr.
Ein besonderer Dank gilt der Lebenshilfe Vogelsberg e.V., die die Fahrt mit einer Spende finanziell unterstützte. Die verbleibenden Kosten wurden durch Eigenmittel der beteiligten Einrichtungen getragen.
Mit dieser gelungenen Reise wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig inklusive Angebote, praktische Orientierungshilfen und gemeinschaftliche Erfahrungen für alle Menschen sind.