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Unter den Eichen 3
Lauterbach
Hessen
36341
Deutschland
Die Heidberg-Kapelle über Lauterbach-Sickendorf
Die Heidberg-Kapelle im Lauterbacher Stadtteil Sickendorf gilt als architektonisches Kleinod im Vogelsberg. Der Sakralbau ist verknüpft mit der tragischen Geschichte seiner Erbauerin.Sechs Söhne hatte die Baronin Gertrud Riedesel Freifrau zu Eisenbach. Um alle sechs musste sie trauern. Drei starben schon im frühen Kindesalter. Sohn Hans-Konrad kam im Jahr 1931 bei einem Verkehrsunfall ums Leben, Sohn Joachim sechs Jahre später bei einem Flugzeugabsturz – in genau jenem Flugzeug, in dem auch fast die gesamte Familie der hessischen Großherzöge starb, die auf dem Weg nach London zu einer Hochzeit war. Der jüngste Sohn Sohn Wolfgang schließlich kam im Zweiten Weltkrieg nicht aus Russland zurück, er wird seit 1945 vermisst.Die Heidberg-Kapelle im Lauterbacher Stadtteil Sickendorf ließ die Freifrau zum Gedächtnis errichten – allerdings nicht das ihrer an ihre Söhne, sondern zu dem ihres ersten Mannes, Albrecht Riedesel Freiherr zu Eisenbach. Der war 1916 gestorben und hatte eine junge Witwe mit drei noch lebenden Kindern zurückgelassen. »Der Baron war auch deutlich älter als die Baronin gewesen«, erklärt Klaus Rockel vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Allmenrod-Sickendorf. Im selben Jahr begann Gertrud Riedesel Freifrau von Eisenbach mit dem Bau der Heidberg-Kapelle.Dem kleinen, 1885 an diese Stelle verlegten Dorffriedhof benachbart, befindet sich in romantischer Umgebung auf dem Heidberg seit 1916 die zum Hofgut Sickendorf gehörende Grablege der Freiherrn Riedesel.
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